© Rainer Sturm, pixelioUnter dem Motto „Streuobst erleben“ lädt die LaNU dazu ein, die Vielfalt heimischer Obstsorten kennenzulernen, Äpfel zu verkosten und mehr über die Pflanzung und Pflege von Obstbäumen zu erfahren. Eine Ausstellung und ein Vortrag ergänzen das Programm und zeigen, warum Streuobstwiesen für Artenvielfalt, Kulturlandschaft und regionale Wertschöpfung gleichermaßen bedeutsam sind.
Probieren, informieren, die richtige Sorte finden
Am 19. und 20. September, jeweils ab 10 Uhr, ist die LaNU mit einem rund 30 Quadratmeter großen Informationsstand in der Grünen Meile vertreten.
Besucherinnen und Besucher können verschiedene Apfelsorten verkosten und sich individuell beraten lassen. Denn wer einen Obstbaum für den eigenen Garten oder eine Streuobstwiese sucht, steht schnell vor vielen Fragen: Welche Sorte schmeckt mir? Wie viel Platz benötigt der Baum? Welcher Standort ist geeignet? Wann ist das Obst reif? Und welche Sorten sind besonders robust?
Fachkundige Informationen gibt es außerdem zur Pflege von Obstbäumen sowie zu Bildungsangeboten rund um Streuobst, Natur und Umwelt.
Passend dazu präsentiert die LaNU am 19. und 20. September im Leuchtenwerk Wurzen die Ausstellung „Immaterielles Kulturerbe Streuobstwiese“.
Die vom Internationalen Begegnungszentrum St. Marienthal in Ostritz (IBZ) entwickelte Ausstellung macht anschaulich, welchen Wert Streuobstwiesen für unsere Kulturlandschaft besitzen. Gleichzeitig sind sie ein „Lebensraum in mehreren Etagen“, der zahlreichen Tier- und Pflanzenarten Nahrung, Rückzugsräume und Lebensmöglichkeiten bietet.
Ganz praktisch geht es unter anderem um die Fragen: Wie pflegt man eine Streuobstwiese richtig? Wo und wie sollte ein Obstbaum gepflanzt werden? Was braucht er, um auch unter heutigen klimatischen Bedingungen gesund zu wachsen? Welche Obstarten und Sorten eignen sich? Und was ist zu tun, wenn sich Misteln auf alten Obstbäumen ausbreiten?
Die Ausstellung ist zugleich ein Beispiel für die Zusammenarbeit der LaNU mit Partnern der Umweltbildung in Sachsen. Das Internationale Begegnungszentrum St. Marienthal engagiert sich seit vielen Jahren für den Erhalt und die fachgerechte Pflege von Streuobstwiesen.
„Reif für Vielfalt“ – wie kann Streuobst eine Zukunft haben?
Ein besonderer Programmpunkt erwartet die Gäste des Landeserntedankfestes am Samstag, 19. September 2026, um 19 Uhr in der Leuchtenfabrik.
Grit Tetzel, Geschäftsführerin der GRÜNEN LIGA Thüringen und GRÜNE LIGA ObstNatur, spricht unter dem Titel:
„Reif für Vielfalt – Sind Streuobstwiesen durch regionale Initiativen zur Aufpreisvermarktung noch zu retten? Erfolgreich durch Zusammenarbeit!“
Im Mittelpunkt steht die Frage, wie der Erhalt von Streuobstwiesen mit regionaler Wertschöpfung verbunden werden kann. Erfahrungen aus Thüringen zeigen, welche Chancen entstehen, wenn Bewirtschafterinnen und Bewirtschafter, Naturschutz, Verarbeitung, Vermarktung und engagierte Menschen vor Ort zusammenarbeiten.
Denn Streuobstwiesen sind nicht nur ein Stück lebendiges Kulturerbe. Sie stehen für Sortenvielfalt, regionale Lebensmittel und wertvolle Lebensräume – und damit für vieles von dem, was beim Landeserntedankfest gefeiert wird.
Die LaNU lädt alle Gäste des Landeserntedankfestes herzlich ein, Streuobst mit allen Sinnen zu entdecken, Wissen mitzunehmen und miteinander ins Gespräch zu kommen.
Termine:
19.–20. September 2026, 10–17 Uhr: LaNU-Infostand zum Thema Streuobst, Grüne Meile
19.–20. September 2026: Ausstellung „Immaterielles Kulturerbe Streuobstwiese“, Leuchtenmanufaktur, Badergraben Wurzen
19. September 2026, 19 Uhr: Vortrag „Reif für Vielfalt“ mit Grit Tetzel, Leuchtenmanufaktur